Der unregistrierte Fuchs

Taggedanken, Nachtgedanken. Solche der Dämmerung, solche des Grauens. Ob der Fuchs noch lebt, den ich nächtens sah? Er war oder ist ein junger, hochgefährdeter Routinier, der seinen Raum lebt und versteht. Seine Sprache besteht aus Bewegung, wie unsere auch.

Die Wege, die jemand beschreibt, sind eine Aussage. Die Leitbahnen, die Nebenlinien, die Schnörkel des Vergnügens. Niemand möchte auf solche Weise ausgelesen werden. Das Stupide der Überwachungsinstanzen – nun sind wir gespeichert, ohne daß ein Mensch sich zu beteiligen hätte. Auf Abruf liegen Daten vor, objektiv wie ein tote Fliege auf der Fensterbank neben der Blumenvase.

Doch ich lebe. Aber unter Obhut. Bedeutet das, daß ich geduldet bin oder werde? Wer besitzt hierzulande welche Rechte und über wen? Deutungen sind Mißdeutungen oder werden es werden. Niemand kann beruhigt sein. Es ist wie damals, als wir alle noch tot waren.


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