Diesem Monat gewidmet

Wer die Wechselhaftigkeit in sich entdecken möchte, benötigt April. Macht was er will, heißt es. Will mehr als er kann, könnte es auch heißen. Ein Ausgelieferter, ein Trudelnder, ein Freund, der Unterstützung braucht. Eben fällt Graupel vom Himmel wie Ausgeschüttetes. Von den Dächern tropft es, bildet Pfützen. Es grünt aus allen Ritzen. Die Rose schießt in die Höhe wie ein erwachsen werdendes Kind. Wo jetzt noch Grau ist, entsteht demnächst Blau. Stürmischer Optimismus, der dauernd in sich zusammensackt. April ist eine Verausgabung aufgrund mangelnder Ressourcen, eine wacklige Angelegenheit wie das Leben selbst. Ungestümes Drängen ungesichert vorwärts. Eine Folge von Erschöpfungen und Zusammenbrüchen erleidend, dennoch weiter und von neuem. Solche Tapferkeit berührt den Zuschauer, der das nicht nur ansehen, sondern miterleben muß. Wir wollen alle eine ganze Menge, doch was wir können, steht auf einem anderem Blatt in einem späteren Kapitel in diesem Jahrbuch unseres Lebens.


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