Ankömmlinge nachts noch versorgen

Man soll nachts denken, dann ist man ungestört. Tagsüber lärmen die Albernheiten und ergeben diesen Schellenklang seriöser Narren. Immerhin für Geld. Geld gilt und kauft sich was. Dazu wurde es geschaffen. Man soll es weitergeben. Kommunikation: man versteht sich, gibt und nimmt, auf eines. Geniestreich der Simplifizierung, beruhend auf Vertrauen, des Menschen wichtigster Währung von Anbeginn. Ohne Vertrauen wären wir lebende Tote und erhöben uns nicht, zu nichts und gar nichts. Es wäre alles umsonst und leerer Wahn. Wir wären erschlagen.

Nachts soll man denken, dann landen die Gedanken. Sie irren durch die Nacht und suchen einen, der sie mag und für einige Momente birgt und spricht. Sommernachts sind die Fenster geöffnet, und sie fliegen leise ein. Auch die Katze ist unterwegs und weiß etwas. Ein Geheimnis beruht auf Nichtwissen. Es zu teilen ist ein Geschenk des Vertrauens. Wer sich einen Sinn für das Kostbare bewahrt hat, spricht nicht davon. Wer schreibt, verrät das Geheimnis. Doch das Geheimnis weiß sich zu wehren.

Hier endet der Weg, ein Fluß quert, die Fähre ist am anderen Ufer. Der Fährmann ist betrunken oder tot. Jedenfalls liegt er und macht keinerlei Anstalten, herbeizukommen. Einer muß ihn holen, einer muß ins Wasser springen oder eine List ersinnen. Über der Szenerie brütet der Sommer der Grillen und Gewitter. Die Zeit eilt, doch die Zeit ist nichts anderes als eine Illusion für Menschen ohne Geduld. Gleich jetzt ist Unfall oder Zufall, eine Eile gut.


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