Überdies scheint es mir unehrlich, einerseits sich selbst bereisen zu wollen wie einen dunklen und erforschenswerten Kontinent, auf der anderen Seite aber davor zurückzuschrecken, daß er wild und gefährlich ist und in seiner Dunkelheit Dämonen lauern und Geheimnisse brüten. Entweder oder. Wir können auch so mit uns umgehen wie die Aufklärer der naiven Schule. Die leuchteten mit ihren Lampen in den Winkeln herum und sahen zu, wie die lichtscheuen Elemente des Lebens sich zurückzogen in noch unzugänglichere Gebiete und nahmen das als Hinweis auf die erleuchtende und bannende Kraft ihres Bemühens. Wer zu einer Expedition aufbricht, sollte unerschrocken sein und nicht mit Taschenlampen herumfuchteln. In den Tiefen und Grüften lagern die Schätze, doch sind sie strengstens bewacht. Das ist die Botschaft der Mythen und Sagen. Die Herrlichkeit offenbart sich einem Unbefugten nicht. Alle Welt hielte sie sonst für käuflich und böte für sie auf den Märkten. Ich habe noch nie ein gutes Gespräch geführt mit einem, der nicht bezahlt hat. Bezahlt mit Lebendigem: mit Fleisch und Blut, mit Herz und Hirn, mit Angst und Mut, Verzweiflung und Hoffnung. Überreich belohnt kehren jene heim, die vorzudringen wagten. Doch nicht jeder kehrt zurück. Man sollte den Fragen, die man stellt, gewachsen sein. Auch flach läßt sich leben.
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