Nach den Gewittern und als Kind

Und dann kamen die Enttäuschungen. Sie trafen ein in schneller Folge, ich könnte eine nach der anderen benennen. Wie Blitze schlugen sie ein, mein Bewußtsein reagierte in Krämpfen schlimmsten Verstehens. Nichts war wie ausgedacht, alles war vollkommen anders. Ich wurde hellwach und besann mich meiner Sinne, doch konnte ich ihnen nicht trauen – denn sie verführten mich. Wohin des Wegs, Fremder? Das Angebot war nicht auszuschlagen, ich müßte mich unempfindlich machen, um zu überstehen und in die nächste Runde zu wanken, angezählt, aber wach. Zuviel Gefühl, zuviel Resonanz. Ich ging früh zu Boden und hätte dort bleiben mögen, zuckend, überfordert wie wir alle. Dann rappelt es sich auf, dieses Wesen namens Ich, und stolpert durch die Flucht der Zeiteinheiten und gibt jeweils etwas von sich, gibt sich, von sich, sich, von, gibt sich. Das ist die Geschichte, recht allgemein, aber hoffentlich verständlich gehalten, sofern das nicht bereits zu privat ist. Die Tür stand offen, der Regen schoß herab, einmal furztrocken und nah eine Entladung, fump, schon war Erleichterung. Wir saßen da so friedlich an einem Tresen, dann beunruhigte sich alles, auch in mir. Ich dachte an früher, und die Themen glitten ab. Es gibt eine Herausforderung und sie bleibt, solange man sich nicht hinaus traut aus dem Haus und auf die offene Flur, wo die Blitze einschlagen. Höchster Punkt.


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