Die kürzeste Nacht, der längste Tag. Soeben die Sonnenwende durchlaufen, 0 Uhr 34, der Erdbeermond am Himmel, hoch im Norden die weißen Nächte. Eine tolle Zeit für die Leute dort oben, wo gar nicht oben ist, weil es kein Oben gibt. Hier erste Erschöpfungserscheinungen durch die Fußballeuropameisterschaft. Um Mitternacht sind die Straßen lang und leer, die eigenen Schritte hallen lauter als sonst. Ich denke an Füchse und erwarte ein Zusammentreffen. Vielleicht wagen sich bald schon Wölfe in das Weichbild der Stadt. In den Außenbezirken traben Wildschweine auf den Gehsteigen und wühlen im Kompost. Es gefällt mir sehr, wenn wir mit den Tieren leben und sie mit uns.
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