Sind wir die Guten, fragt der Junge mit banger Stimme seinen Vater. Sie wandern in The Road durch ein postapokalyptisches Amerika. Dauernd fragt er das und geht damit vielleicht nicht seinem Vater, gespielt von Viggo Mortensen, sicherlich jedoch dem Zuschauer auf die Nerven. Sie haben die verdammte Pflicht und Schuldigkeit, als vorletzte Menschen zu überleben, da wird es keine herausragende Rolle mehr spielen, ob sie garantiert gut sind oder nur annäherungsweise. Andererseits scheint dieses Gutsein der zentrale Topos dieser eher mißlungenen Literaturverfilmung zu sein, aus welchem Grund auch immer. Die anderen Überlebenden sind es nicht, sie verhalten sich wie Raubtiere. Das Ende der alten Zivilisation markiert den Anfang einer neuen, Regeln und Gesetze werden zu erlassen sein. Bis es soweit ist, soll es auf diejenigen ankommen, die sich aus freien Stücken für die bessere Lösung entscheiden. Sie trotzen den Versuchungen und dienen als Vorbilder. Es geht immer weiter.
Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.