The Road, The Book of Eli, I Am Legend, Waterworld und viele andere mehr. Die westlich-amerikanische Zivilisation nimmt mit ihrem eigenen zugleich den Untergang jeglicher Zivilisation in den filmischen Blick. Als näherten wir uns unweigerlich einem Abgrund und erste Kundschafter würden vorausgeschickt, um Bilder jener Tiefe zu zeichnen. Eine Vorsichtsmaßnahme der kreativen Phantasie, die dazu dient, den späteren Schrecken klein zu halten. Botschaft: Viele werden sterben, aber nicht alle. Die Überlebenden meistern das karge Dasein vornehmlich in umherziehenden Horden. Der Einzelne ist verloren. Die Geschichte der Menschheit beginnt auf diese Weise von neuem. Zusammenrottung, Unterwerfung der Schwächeren, Sicherung der Ressourcen, Ausdehnung des Machtbereichs durch Zurückdrängung konkurrierender Gruppen und Verbände, Suche nach Rohstoffen, Legitimierung der Herrschaft und der Privilegien durch geeignete Erzählungen, die Versionen des Untergangs und Interpretationen des Neubeginns bereitstellen. Die Menschen kleiden sich in Fetzen, die Maschinen sind rostig, der Himmel ist grau bewölkt oder leuchtet apokalyptisch. Die Städte sind ausradiert, Wracks säumen die menschenleeren Straßen und einstigen Boulevards. Technische Geräte unserer Vorzeit erscheinen in ihrer ganzen Nutzlosigkeit wie kuriose Artefakte für spätere Sammler jener Vergangenheit, die wir jetzt bereits das Anthropozän nennen. Zum Glück ist der amerikanische Held nicht tozukriegen. Er schlägt sich durch, muß sich demütigen lassen, gibt nicht auf. Einer gegen alle, alte Westernmotive scheinen auf. Zeig mir einen Gerechten usw. Die Europäer stellen sich jene neue Zeit ohne uns anders vor. Helden benötigen auch sie.
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