In der Badewanne liegen, ausgestreckt und weich, eine gerade ruhige Flamme am Kerzendocht, sich selbst erläutern, warum man sich nicht umgebracht hat. Für passende Musik sorgen: etwas Getragenes oder Herzrührendes, etwas über Liebe und Sterben. Rückbindung suchen zu jenen Tagen, als Verlassenwerden dem Leben ein unmittelbares Ende zu setzen vermochte. Als eine Welt zusammenstürzte und sich nicht wieder aufbaute (wie von selbst). Als ein Lächeln diese Welt bedeutete –
Was habe ich geschafft, wie habe ich mich zu schützen gelernt? Habe ich das? Ich bin vorsichtig und achte peinlich genau darauf, daß mich niemand zu verletzen vermag. Ich bin berührbar, aber nicht sehr. Ich lebe klug und zurückhaltend wie eine Schlange, die sich häutet.
Im Selbstgespräch komme ich bestens voran. Ich habe erkannt, daß ich gerne lebe, nachdem anfangs nicht ganz klar war, ob es hier auf Erden etwas für mich würde werden können. Es ist geworden – ich lebe und wundere mich darüber jeden Tag. Auch dieses Bild werde ich eines Tages verlassen.
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