Eine Frau will in die Bahn steigen und verliert dabei einen der beiden Schuhe, die sie auf dem Arm trägt. Die anderen Fahrgäste drängeln an ihr vorbei. Sie bückt sich und greift nach dem Leinenturnschuh, der zum Glück nicht auf das Gleis gefallen ist, hebt ihn auf und steigt ein. Eine Station später verläßt ein Mann dieselbe Bahn, verliert beim Aussteigen einen der beiden Schuhe, die er auf dem Arm trägt, bückt sich und hebt den Leinenturnschuh (andere Farbe, andere Marke) auf, der zum Glück nicht auf das Gleis gefallen ist. Zwischen Bahn und Bahnsteig ist ein Spalt, vielleicht paßt ein Schuh hindurch. Sie war tätowiert, trug strähniges blondgefärbtes Haar und sah etwas mitgenommen aus. Eine, die man oft in Kneipen sieht, hinter dem Tresen. Er war tätowiert, bärtig, trug eine Basecap und sah etwas mitgenommen aus. Einer, der hinter dem Tresen steht und seine Nächte dort nicht mehr zählen kann. Das ist geschehen, am Donnerstag zwischen sieben und acht Uhr abends. Die Sache mit den Schuhen. Als sei eine Geschichte zu erzählen, als hätten sie etwas zu sagen, die beiden.
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