Erst wenn man auftaucht, weiß man, daß man verschollen war. Oder abgetaucht, untergetaucht. Jedenfalls weg, ungreifbar, nahezu tot. Es hilft ja gar nicht, die schönen Wörter zu bemühen oder freundliche Redensarten auszutauschen. Ich war lebensmüde. Jedoch nicht im Sinne eines Sterbenwollens, sondern anders. Ermüdet von dem, was Leben mir zu sein gibt. Wenn es mir nicht mehr gefällt, werde ich es lassen. Das Leben. Das ist kein Spaß. Noch gefällt es mir oder: Nun gefällt es mir wieder. Woran es liegt, weiß ich nicht vollständig, zum Glück. Denn kennte ich die Bedingungen meines Glücks, wäre das entsetzlich. Ich entsetzte mich den Bedingungen meines Seins (was nicht möglich ist) und versuchte zu steuern, wo nichts zu steuern ist. Ich lebe in der Drift. Die Drift ist dasjenige, was mich interessiert. Nur innerhalb der Drift läßt sich steuern. Außerhalb ist etwas anderes. Ich denke an Sand, Rast, Trockenheit, Ufer, Gebüsche, Lagerfeuer, Wäsche. Heute war ein zum Platzen schöner Tag, und ich frage mich nicht, woran das liegt. Es (das Gute) lag in der Luft und gab sich preis. Es war ein Tag für Geständnisse und ein Aussprechen dessen, was wichtig ist.
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