Die Fahrstuhltür öffnet sich von selbst, der Mann mit den Klappstühlen verläßt den gläsernen Käfig. Er lädt sich die Stühle auf. Drei auf den linken Arm, zwei auf den rechten. Wie er sich die Stühle auflädt, sieht das so geübt aus, als habe er es bereits öfter getan. Dann geht er los, überquert die Straße und läuft dorthin, wo sie gerade Klappstühle brauchen: vielleicht zu einer Filmvorführung, einer Lesung oder einem Konzert. Klappstühle sind die Hilfskräfte unter den Möbeln. Sie sind nicht schön, lediglich praktisch. Haben sie ihren Dienst getan, kommen sie unter die Treppe oder auf den Dachboden. Die Klappstühle in der Friedhofskapelle standen in mehreren angefangenen Halbkreisen um den mit Blumen und Kränzen geschmückten Sarg und waren mit Sitzkissen versehen. Vor dem Sarg war eine Photographie aufgebaut, sie zeigte die Tote, wie man sie in Erinnerung behalten soll. Nicht jene Restgestalt, die kurz zuvor dem Sterben erlag. Ruhe in Frieden, gute Seele, wir bewachen noch deinen Körper und sagen uns Tröstliches. Ich hoffe, es wird ein gutes Konzert, zu dem er die fünf Stühle trägt. Und ein Hoch auf jene, die ein Fest geben und sich anstrengen, damit es schön wird.
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