Der Versehrte liegt im Krankenhausbett, er ächzt und hat Schmerzen, wendet sich dem Kind zu, sagt: „Davy, ich will, daß du weißt, was für ’ne tolle Mutter du hast. Sie ist die Beste. Sie ist immer für dich da. Und das werde ich ab sofort auch für dich sein.“ Auf seiner Brust eine Tätowierung: Serenity. Bedeutsamer Augenblick für den Zuschauer, den Sprechenden und das Kind. Doch warum solche Vermächtnisse zu Lebzeiten, solche Schwüre aus dem Plötzlich? Das Kind soll im eigenen Sinne markiert werden, gebrandmarkt durch schwergewichtige Worte. Ich will, daß du weißt. Ich will, daß du. Ich will, daß. Ich will. Ich. Davy ist noch klein, wenn er Glück hat, vergißt er das Brandzeichen. Vermutlich aber nicht. Er ist älter als vier, vielleicht schon fünf oder sechs. Warum er nicht selbst herausfinden kann, wie toll seine Mutter ist und wie verantwortungsvoll sich „ab sofort“ der Versehrte, der eine gute Zeitlang im Leben herumgeirrt ist, zeigen wird, weiß nur der, der solche Sätze spricht oder sprechen läßt. The Killing II, 8 bei 00:36:33. Manipulationsversuch. So reden auch Liebende von Zeit zu Zeit, wenn sie fürchten, daß ihnen die Felle davonschwimmen.
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