Am 6. November 2008 saß ich gegen acht Uhr abends in der Kreuzberger Weltlaterne in der Kohlfurter Straße und bestellte Suflaki mit Pommes und einer Extraportion Zaziki. Ich zahlte um 21 Uhr 20, getrunken habe ich damals ein Hefeweizen. Ich entnehme das einem Kassenbon, der in einem älteren Tagebuch lag. Das Tagebuch habe ich vor kurzem gelesen, der Bon liegt seitdem auf meinem Schreibtisch. Ich kann mich nicht entschließen, ihn fortzuwerfen. Ich kann mich noch an den Tisch erinnern, an dem ich saß. Bis das Essen serviert wurde, machte ich ein paar Notizen. Ich könnte sie heraussuchen und hätte dann die Szenerie. Es war nicht sehr voll in der Gaststätte, deren Name mich anspricht. Auf der Internetseite zitieren die griechischen Inhaber einen Satz, der Perikles zugeschrieben wird: „Seid überzeugt, daß das Geheimnis des Glücks die Freiheit, das Geheimnis der Freiheit aber der Mut ist“. Ich saß auf der oberen Halbetage, zwei Tische weiter unterhielt sich ein Paar, sie sprachen sehr leise. Zuvor war ich den Landwehrkanal entlang gebummelt, ziellos, planlos. Wenn ich nichts suchte, so wollte ich vielleicht etwas loswerden. Auch deshalb geht man vor die Tür und läuft los. Als ich in die Kohlfurter Straße bog und die Weltlaterne erblickte, redete ich mir ein, daß ich genügend Geld besäße, um einzukehren und gut zu essen. Da ich es sonst nicht tue, kann ich es jetzt tun. Und mein Herz machte einen Sprung, wie es im Märchen heißt. Tisch Nr. 13. Vielen Dank für Ihren Besuch!
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