Der namenlose Cowboy spricht

Der Cowboy mit der Augenklappe aus Terlingua, West Texas, sagt:

„Vor langer Zeit wurde mein Herz gebrochen, so wie es wohl sein muß. Ich stieg in meinen Pickup und fuhr, bis er nicht mehr wollte. Und das war hier.“ Pause. „Egal wie weit man kommt, die alten Wunden reisen mit.“ Pause. „Nach einer Weile muß man sich das Zeug noch einmal ansehen, um damit fertig zu werden.“ Pause. „Manche Leute sind dazu noch nicht bereit, und ich verstehe das. Ich hoffe, daß sie eines Tages dieses Kapitel schließen können.“ (8. Folge von Badlands, Texas)

Er sagt auch:

„Wenn ich sterbe – ich hoffe, daß die Erinnerung an mich noch etwas weh tut. Denn das bedeutet, daß sie etwas an dir vermissen werden.“ Er startet seinen Truck. „Es ist wie mit meinem Partner, Jerry. Er verließ seine Welt zu früh. Aber wissen Sie – wenn ich in meinem Wagen sitze, sehe ich bis heute Jerry auf dem Beifahrersitz. Würde ich den Schmerz ganz verlieren, würde ich ihn verlieren.“

„Manchmal bedauert man Dinge. Sie müssen nicht notwendigerweise in deiner Schuld liegen. Mein Vater zwang mich mal, seinen Hund zu treten, weil der jaulte. Ich wollte es nicht tun. Aber ich tat es. Ich brach seine Hüfte, und wir mußten ihn einschläfern lassen. Und ich werde mir das nie verzeihen.“ (7. Folge)

„Mein Vater lehrte mich eins: Laß keinen anderen für dich entscheiden. Entscheide selber und komme damit klar. Richtig oder falsch. Aber die falschen Entscheidungen lassen einen nicht mehr los.“

„Ich kann es ihr nicht übelnehmen, daß sie mich verließ. Ich war zwei verdammte Monate lang weg. Als ich über das Gitterrost fuhr, sah ich den Umzugswagen verschwinden. Ich schaute den Hund an und sagte: Alles, was wir besitzen, ist da drin. Ich ging zur Bank und sagte: Das Haus ist zur Hälfte abbezahlt. Ich sagte: Sie können das verdammte Ding haben. Der Bankangestellte sagte: Sind Sie sicher? Sie verlieren eine Menge Geld. Ich sagte: Ich will keinen Käse, ich will raus aus der Falle. Als die Sonne am nächsten Tag aufging, lebte ich hier. West Texas. Das ist Freiheit. Aber Freiheit kann man dir so schnell nehmen wie dein Leben. In einer Nacht im Februar geschah das mit einem von uns. Einfach so …“ Er schnipst mit den Fingern. (1. Folge)


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