Zählte ich mir meine Unvermögen, Fehler, Dummheiten, Sturheiten, Albernheiten, Eitelkeiten auf, käme ich auf eine hübsch lange Liste. Diese Schatten und Mißhelligkeiten trage ich in mir und mit mir, und sie drücken mich nach unten. Nein, sie drücken mich nicht; das können sie nicht; dafür müßten sie über mir stehen – sie ziehen mich nach unten, sie ziehen kräftig. Ich soll zu Boden, ich soll Staub fressen, ich soll demütig sein. Aber ich bin stolz, ich glaube an mein Vermögen. Ich weiß, was ich nicht kann und wo und wann ich nicht funktioniere. Doch Unvermögen und Vermögen stehen in Korrespondenz, vermutlich bedingen sie einander, nach Maßgabe eines geheimen Plans. Wenn ich hierzulande und jetzt bei manchen Fragen stottere oder nicht weiß, wie ich mich zu Bausparprämien verhalten soll, liegt das tatsächlich daran, daß mich solche Sachen nicht interessieren. Leider interessieren sich diese Sachen hin und wieder für mich, dann stehe ich dumm da. Ungeschickt, unbeholfen, uninformiert. Weder bin ich zu beneiden noch zu bemitleiden. Mit solchen Regungen können wir uns nur gegenseitig in die Flucht schlagen. Es ist nur so, daß meine Welt hart in die andere Welt fällt, etwa so wie ein Ei, dessen Schale aufgeschlagen wird, in die heiße Pfanne. Dann wird man gebrutzelt und anschließend gewürzt und endlich gegessen. Daher der Horror.
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