Die poetischen Wesen sind diejenigen, die sich die Welt, in der sie leben und leben können, erst schaffen und schaffen müssen, da anders ihnen ein Leben, das sie Leben nennen möchten, nicht denkbar ist. Sie drehen jeden Stein um, befragen noch das harmloseste Wort nach seinem Sinn. Sie schauen zweimal oder zehnmal, ehe ihnen etwas paßt. Das liegt daran, daß sie bauen, unaufhörlich und von Anfang an. Die vorhandene Welt (die der Beschreibungen und Zuschreibungen) ist ihnen ungenügend – doch immerhin ist sie Material. Deshalb auch geraten unter ihren Sinnen und ihrem Tun die Gegenstände in Schwingung und verlassen den angestammten Ort. Sie laden sie auf, sie machen sie frei. Nicht nur die Gegenstände, auch die Menschen. Sie sollen wachsen, sie sollen blühen, sich nicht dauernd entschuldigen, daß sie sind.
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