„Janssens schöne und pflegeleichte Privatkunst zeigt nicht, was jetzt hier in unserer Welt der Industrien, des Managements, der Revolutionen los ist […] Wer aber beharrlich im Blumenbeet steht, blickt kaum weiter als bis zum Gartenzaun, d.h. er sieht nicht, was ihn ganz real von draußen bedrohen könnte – falsche Politik, Krieg, Not. Das weiß Horst Janssen natürlich, der gegen die Mächtigen auf seine private Weise opponiert und doch zugleich sein außerordentliches Zeichentalent in den lokalen Mist gesät hat, weil es da am leichtesten seine schönen Blüten treiben kann. Deshalb konnte das Originalgenie Janssen am besten als Bürgerschreck marktkonform werden und überleben. Aus seiner Trauer Geld machen ist die traurige, aber realistische Formel des Künstlers in der freien Marktwirtschaft.“
NDR, „Nordschau“-Magazin, 1970
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