Wenn ich nicht schreibe, erlahmt mir die Gewißheit zu leben. Offenbar eine Verlagerung. Keine Koketterie, dieser Eindruck verfestigt sich zunehmend. Was bedeutet das für mich und meine Freunde, meine Bekannten? Ich gehe dem nach, langsam wie stets, ausgeruht wie nie. Meistens bin ich schneller als die anderen, was daran liegt, daß ich gar nicht erst ihre Rennen renne. Klingt das arrogant? Das soll es an dieser Stelle! Auch ich benötige Raum zur Entfaltung, und ich kann mich nicht entfalten, wenn mir dauernd Hindernisse in den Weg gestellt werden. Ich habe mich früher lustig machen können über einen Satz von Max Frisch, demzufolge er Erfahrungen nur noch mache, wenn er schreibe. Nun holt mich diese Erfahrung ein und ich darf lachen. Schreiben ist demnach viel mehr noch als Lebensersatz …
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