Welse sind nachtaktive Raubfische, werden bis zu hundert Jahre alt, grummeln in Schlamm und Tiefe. Attacken auf Badegäste sind selten. Man soll sie nicht stören. Ihre Barteln sind lang und eindrucksvoll. Sie leben in der Dunkelheit und mögen diese Dunkelheit und schützen sie. Vielleicht wurden sie vor Urzeiten dazu verdonnert, im Schlammgrund zu kauern und nachzudenken. Einer muß es tun, stellvertretend oder bildlich. Hier in Berlin gibt es eine große Hochachtung vor den uralten Welsen, denn einmal wurde am Schlachtensee ein schwimmendes Mädchen attackiert. Ist einige Jahre her, die Bißwunde war siebzehn Zentimeter lang und blutete leicht. Welse fangen und fressen alles, was sie von der Größe her bewältigen können. Meist attackieren sie ihre Beute von hinten. Es gibt Aufnahmen, die sie beim Angriff auf Tauben am Seeufer zeigen. Sie haben viele kleine, nach hinten gerichtete Zähne, die in mehreren Reihen stehen. Vermutlich war es also ein Wels, der kurz zeigte, wer wohin gehört.
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