Was sich abspielt

Mit Gott haben die Menschen ein Denkmal gesetzt. Gott ist die Verkörperung des Höchsten, Mächtigsten und Besten, das sie sich vorzustellen vermochten. Eine Allegorie – sie warfen sie aus sich heraus an den gestirnten Himmel. Gott nannten sie die Ursache aller Dinge und Wesen. Gott ist die Hand, die sich selbst zeichnet. Gott ist der Plan und die Durchführung, die Ordnung und das Gesetz. Wenn das Denkmal wankt, bebt die Welt. Wir erleben das. Schon sind andere Götter zur Stelle, es wimmelt nur so. Da sie untereinander streiten, ist es aufregend. Streit gäbe es auch ohne sie. Menschen sind keine friedvollen Wesen, das entspricht nicht ihrer Natur. Dazu sind sie zu neugierig, zu forschend, zu erobernd. Da sie Kinder sind, die Rückversicherung benötigen, werden sie niemals ohne Götter sein. Man kann Gott unannehmbar finden, in diesem Denkmal eine Zumutung erkennen, dennoch gilt: Man kann nicht nicht kommunizieren. Also, was ist das Große, in dem wir leben und das durch uns lebt und sich bespiegelt, wenn wir denken, fühlen, sagen, sind – mehr Chiffre noch als Allegorie? Demnach ist da etwas


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