Kunst der Gegenwärtigkeit

Wer weiß denn noch, daß das Leben ein Fest ist?

Feste werden gefeiert, um das Leben zu ehren. Wird das Leben nicht geehrt, zerfällt es zu Zufälligkeit und erschwert sich als Last. Wird gefeiert, ruhen Alltag und Geschäfte. Die Tafel ist bereitet, der Tanzboden gefegt. Schon treffen die ersten Gäste ein. Die Musik spielt auf, es wird getrunken, gelacht und getanzt. Die Gäste ehren Einladung und Fest, indem sie in bester Verfassung erscheinen, ungetrübt des Sonstigen. Im Fest herrschen Gegenwart und Beschwörung – es gibt kein Morgen. Leben ist jetzt und hier. Alltags wird das vergessen, das Fest erinnert daran.

„Morgen schon können wir tot sein … aber wir leben!“ rief Guy Goffette. „Es lebe die Poesie!“ Sie, die sich so klein macht, fast versteckt, als seien die Zeiten nicht gut genug für Gutes.


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