Hier in Neukölln, unten in jenem Bereich, der an Kreuzberg grenzt und den sie dann Kreuzkölln nannten, gab es bis vor ein paar Jahren noch eine Kneipe oder Bar, die hieß Freies Neukölln. Die Betreiber mußten schließlich weichen, heute befindet sich in den Räumlichkeiten ein Restaurant, das überall stehen könnte. In jenem Freien Neukölln saßen wir einmal des Nachmittags im hinteren Raum und staunten nicht schlecht. Die anderen Gäste hatten ihre Computer vor sich aufgebaut und blickten auf die Bildschirme, tippten in die Tasten, hörten auf dem Kopfhörer ihre eigene Musik, nicht die, die wir hörten und die der Kellner für den Nachmittag ausgesucht hatte. Auf diese Weise schufen sie sich ihre eigene Atmosphäre, waren nicht so sehr in diesem Raum, als vielmehr in allen möglichen Räumen. Ein Paar saß dort nebeneinander, beide mit dem Rücken zum Fenster und zur Straße, beide vor sich ein leuchtendes Apple-Notebook, er checkte die Mails, sie surfte, oder umgekehrt. Ein Paar, sagte ich. Ja, sagte sie, beide haben einen Apfel.
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