Manchmal ist es hart und die alten Geschichten tanzen auf und fordern ihr älteres Recht. Besonders in Nächten, die nicht dem Schlaf gehören. Das ist kein Stimmenhören, das rauscht durch Blut und Sinne. Eine wilde Verzweiflung schlägt axtschwingend durch, es ist nicht zu ertragen, ein Ich zu haben oder sein. Es ist, als solle man sich den Kopf einschlagen an harter Wand, ihn aufschlagen wie ein Frühstücksei, heraus pladdert es weiß und gelb-rot. Grausam sind die Selbstbegegnungen, wenn es kein Selbst mehr gibt, nur noch Begegnungen, weil das Selbst auseinandergefallen ist und die Konzepte nicht mehr greifen. Dann steht man nicht mal allein. Allein, das wäre ja etwas. Nicht mal allein, sondern heimgesucht von Unverantwortlichen, Ungreifbaren, Unauffindbaren. Nachts in diesen Situationen gibt es keine Rettung, man muß sich eingraben, einkauern, überdauern. Schließlich kommt doch der Schlaf und erbarmt sich der armen Gefühle.
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