Müde, grau und matt. Tag im Monat Juli. Nun die Nacht. Ich lausche in die begrenzte Weite vor meinem Fenster und warte auf den Regen. Ich bin verhext von diesem Regen, ich würde ihm eine kleine Philosophie widmen, falls ich das kann, oder die abseitige Meditationen eines Bekehrten.
Vor meinem Fenster liegen die Rechtecke der Bauplanung wie Belege. Sie belegen weniger den Erfolg der Planung, als vielmehr die Kraft und den Einfallsreichtum des organischen Lebens, trotz solcher Planung zu bestehen. Niemals kann tot und geometrisch sein.
Die Samen der Pflanzen schwirren umher wie Sendboten des Unerhofften, Pflanzen fassen Fuß in Unwegsamkeiten und halten sich fest in ein paar Quadratzentimetern Lebensraum, in Ritzen des mürben Zements.
Das Leben wuchert und grünt und wirft sich empor, der Sonne entgegen und ihrem täglichen Licht. Müde, grau und matt auch morgen. Doch nur zum Schein und damit die Leute was zu lästern haben.
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