Menschen, die sich langweilen, langweilen mich. Sollen sie sich zuhause langweilen oder sich betäuben, mich nur nicht hinabziehen in die Unzufriedenheit und Nichtswertigkeit ihrer augenblicklichen Wirklichkeit. Die kenne ich, aber sie ist ohne Reiz. Von solchen Menschen geht eine schreckliche Not und Bedürftigkeit aus, stumm flehen sie dich an: Unterhalte und zerstreue mich! Selbst wenn sie ruhig sind, benehmen sie sich wie Kinder mit schlechter Laune. Alles ist blöd, greinen sie, niemand mag mich und so fort. Sie sollten schlafen gehen, sich ein paar Tage oder Wochen auf Wirklichkeitsentzug setzen, keine Kontakte pflegen, sich strategisch isolieren, auch um zu regenieren. Was nicht mehr geschätzt wird, muß sich entziehen oder entzogen werden. Tipp an alle Gebundenen und Zerschundenen, Überdrüssigen und kurzzeitig Überflüssigen. Wenn einen nichts mehr zu beschäftigen vermag, hat man zu viel von allem. Das Wort dafür lautet Überdruß. Es ist wie mit dem Essen, das nicht mehr schmeckt. Einfach nichts essen.
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