„Wer auf die Bühne geht, freiwillig, hat irgendeine psychische Deformität: Exhibitionismus, übermäßig ausgeprägter Narzißmus, Geltungsbedürfnis, Ruhmsucht – eine bestimmte Form von Wahn. Das Maß an Krankheit, das in jemand sitzen muß, der auf die Bühne geht, ist vielleicht nur noch zu übertreffen von jemand, der in die Politik geht.“
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„Alles, was ich im Leben gemacht hab‘, hab‘ ich letztlich gemacht, um Frauen zu beeindrucken – zuerst die Hebamme, dann meine Mutter, dann meine Tante, meine Cousine, und wie ich den Führerschein gehabt hab‘, Frauen, die noch weiter weg wohnen. Frauen sind der eigentliche Sinn des Lebens.“
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„Mein Vater war gelernter Tapezierer und Polsterer, das war das, was er gelernt hatte. Und dann ist er zum Barras gegangen, und im Kaukasus ist dann eine Granate direkt neben ihm explodiert, und einige dieser Splitter haben ihm das linke Auge rausgeschmettert und gingen ins Gehirn, blieben dort. Dann hat er als Postbote gearbeitet, und dieser ganze Schrecken des Krieges, der noch präsent war, das hat sich natürlich alles auf den Kindern entladen. Es gehörte zur damaligen Folklore, daß man regelmäßig verdroschen wurde. Das war das Normale. Mein Vater war besonders insofern, als er grundsätzlich nur mit der eigenen Hand zugeschlagen hat. Die war aber dermaßen verhornt, eine derartige Hornbratze, daß, wenn er einmal irgendwo hingelangt hat, bist du irgendwo quer durch die Luft geflogen. Es war allerdings so, daß meine Mutter auch schlagkräftig war.“
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„Ich hab‘ im Herbst 1968 zu studieren angefangen. Ich kam aus einem Arbeitertagelöhnerviertel, komme auf die Universität, und dann erzählen mir die höheren Töchter und die Arztsöhne, daß das Proletariat ins Arbeiter- und Bauernparadies will. Aber ich habe schon immer gewußt, das Proletariat will ins Möbelparadies und sonst nirgendwohin. In unserer gesamten Verwandtschaft gab es nie jemanden, der mehr als blanke Volksschule gemacht hat.“
Georg Ringsgwandl (in Kasperl oder Genie, 2008)
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