Karriere erfolgt

Drittens könnte ich weiterbohren und nach den sogenannten Werten fragen, am liebsten ist mir Karriere, auch so ein seichter Wert, weil nicht gefragt wird, in was und welche Richtung. Wir sind in den sechziger Jahren geboren worden, wir scheißen auf Karriere, wir konnten sie niemals ernstnehmen, die Karriere. Besser noch, wir verachteten sie, belächelten jene, die Karriere machen mußten, arme Schweine. Sie nickten so dackelbrav, sie geilten sich an die Herrschaften, es war widerlich. Aus solcher Abneigung kommend ergaben sich andere Perspektiven. Sie nicht ausgearbeitet zu haben erscheint mir als das Versagen der Jahrgänge, denen ich angehöre. Mittlerweile weiß nun wirklich der Letzte, daß Karriere ein wertfreier Begriff ist, daß persönliches Fortkommen nicht gelingen kann auf Kosten derer, die mit einem sind. Wir sind verbundener, als wir annehmen, und beginnen erneut. Immerhin beginnen wir und wissen auch, daß es Ressourcen gibt. In diesem Sinn freue ich mich ernsthaft auf die Zukunft.


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