Die Ampel gibt Grün, er gibt Gas. Das Motorrad gleitet gelassen und machtvoll den Berg hinauf. Der auf der Maschine sitzt, ist ein entspannter Mann ohne Helm. Sonnenbrille zum Schutz vor den Insekten (eines ins Auge und die Fahrt ist vorbei), Lederhose, schwarzes Hemd, sonst nichts. Alle sehen das, ich staune auch. Wann zuletzt einen Motorradfahrer ohne Helm gesehen – ein Jahrzehnt, zwei Jahrzehnte her. Es ist Mittagszeit, ein kostbarer Tag mit Lichtverhältnissen zum sonstwas tun. Der Reiter der Höllenmaschine dreht auf, lächelt leicht, ist schon oben. Ich muß runter, in den Untergrund, wo die Bahnen ohne Helmpflicht laufen. Dieser kleine Text ist einem gewidmet, der weiß, was Freiheit ist.
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