Sie ist siebzehn, auf der Straße, kalkbleich wie der Tod, trägt einen zusammengefallenen Rucksack, ihre Eltern sind tot, sie schläft sonstwo (Gebüsch, Hauseingang, Fußabtreter), kippt fast aus den Turnschuhen (Schnürbänder offen), bettelt um Geld, spricht tonlos (polnischer Akzent) ihr trostloses Lebens- und Klagelied, hält den Blick gesenkt, erträgt das nicht, ist stoned (wie das einmal hieß, als die Bürgerlichen damit etwas verbanden, was mit Freiheit zu tun haben sollte), kann nicht mehr, ist erledigt, fertig, abholbereit für sonstwas, den Tod, einen Spinner, einen Perversen. Sie braucht ihre Medizin, sie braucht Schutz, Ruhe, eine Unmenge an Zeit und auch Betreuung, doch wer könnte so etwas finden in einer Lage wie der ihren, in der deutlich ist, daß sie längst nur noch fleht, kaum mehr bettelt (sie glaubt auch gar nicht an ihren Erfolg), längst schon überfällig ist für das, was danach kommt, die Walze, das gnädige Auslöschen von Individualität.
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