Die Stimme: Tonfall, Stimmhöhe, Satzmelodie, Lautstärke, Klangfarbe. Wie sehr das spricht und hörbar macht, was mit einem Menschen los ist. Manche quaken wie verängstigte Frösche, andere brummeln wie mißmutige Bären. Es gibt Stimmen, die zerschneiden das Trommelfell und es schmerzt, ihnen zuzuhören. Aber die weichen und warmen Stimmen, das Zärtliche und Liebevolle darin, das Verschmitzte und gut Bedachte, die schöne Lebensklugheit. Das ist zu hören, zu spüren, zu verstehen. Ich denke an die überschnappende Triumphstimme des einsamsten Menschen der Welt und es erfaßt mich ein starkes Mitgefühl, als bedürfe ein Kind des Trostes. Soll es doch endlich weinen. Ich höre die Ruhe und den Trost einer Stimme, die mir nichts vormacht, sondern die Lage ebenso gut versteht wie ich oder besser.
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