In den Lagerräumen

Morgens oder mittags, manchmal nur und im Halbschlaf oder Fastschlaf oder Nochschlaf, kommen Sätze und Bilder zusammen, die aus der Nacht stammen und der Abwesenheit, aber doch schon gewußt werden und bewußt sind, da liege ich geschlossenes Auges und weiß, was ich sehe, und baue an den Aussagen mit, die ich noch nicht kontrollieren kann, springe von einer Vorstellungswelt in die andere oder werde in sie geworfen, mal geht es um das Herausfischen des Plastikmülls aus den Weltmeeren, mal bin ich der Laserstrahl, der über die Buchstaben- und Symbolreihen eines endlosen Textes fährt auf der Suche nach einer Unregelmäßigkeit, dem verkehrten Zeichen, das gedreht werden muß, um hinter die vorzeigbare Wirklichkeit zu gelangen und alle Texte von der anderen Seite aus zu lesen, was immer das heißt. Etwas hält mich fest in diesem Halbkoma, so als sei ich noch nicht fertig, als sei noch etwas zu tun, liegend. Wenig geschieht umsonst, daher nehme ich an, daß es bedeutsam ist. Vermutlich werden Bewußtseinsinhalte umgeschichtet und an meinem inneren Auge vorbeigeführt. Ich bemerke jeweils nur einen winzig kleinen Ausschnitt der passierenden Informationen, doch der fesselt mich. Das innere Auge will noch sehen, deshalb muß das äußere einstweilen geschlossen bleiben. Wenn es soweit ist, mache ich auf wie ein Geschäft.


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