Übrig als Rest

In der Netflix-Serie Manhunt über den „Unabomber“ Theodore Kaczynski, der Briefbomben verschickte an jene, die er auserkoren hatte, stellvertretend für die Verbrechen der technischen Moderne geopfert zu werden, um den Rest dessen, was er „human race“ nannte, aufzurütteln und zur Besinnung zu bringen (deshalb sein Manifest Die industrielle Gesellschaft und ihre Zukunft), gibt es in der 6. Episode jene Sequenzen, in denen ein Verrat gezeigt wird: der Verrat eines Freundes an seinem besten Freund. Die beiden Jungen sind Blutsbrüder, sie leben im Wald und leben die Rituale, die sie sich geschaffen haben, zur Besiegelung ihrer immerwährenden Freundschaft. Dann verliebt sich einer der beiden, ein Mädchen kommt ins Spiel. Der Übriggebliebene taumelt durch den Wald, aber der Wald ist nun leer und bedeutungslos. Er stößt einen markerschütternden Schrei aus – den Schrei des Verlassenen, der einen blutigen Stumpf trägt, die abgehackte Hand, die niemand sieht.


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