Der Zufall ist ein Übereinstimmungsereignis. Manchmal grenzt es an ein Wunder. Wie seid ihr euch begegnet? Es war eigentlich Zufall, sagen beide. Was es sonst noch war, darüber muß geschwiegen werden. Andere reden unentwegt von Bestimmung, Gottes Wille, Fügung, Schicksalhaftem – das sind die von der anderen Seite der Kultur, der älteren. Zwischen beiden Seiten verläuft ein breites, weniger dünn besiedeltes Grenzland als man glaubt. Da sind Erfahrungen in beide Richtungen möglich. Die Grenze ist keine Linie, sondern ein Zuordnungszustand, auch einer der Nichtzuordnung, wem’s gefällt. Durchs Grenzland führen die Botengänge und die Neuigkeiten, im Grenzland begegnen sich die Positionen, treiben Handel und tauschen sich aus. Wer flieht, muß über die Grenze. Im Grenzland tummeln sich die Enttäuschten beider Seiten und warten auf nichts Bestimmtes. Manchmal trifft etwas ein, das wundergläubig machen könnte. Bleibt es demnach meistens aus? Kann die romantische Ironie helfen? Was geschieht mit dem Wunder, wenn man sich darauf festlegt?
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