Geister jagen

Aufgewacht, aus dem Traum etwas mitgenommen, ich dachte, Silvester sei bereits durch, da knallte es zur Erinnerung: die große Schlacht steht noch bevor, sie probeschießen für den Straßenkampf, sind gerüstet und munitioniert und hochmotiviert, unsere paramilitärischen Infanterieverbände, Schrecken der friedliebendenden Bürgerschaft, Stolz der waffentragenden Quartiere, manchmal übereifrig, kaum sehen sie was am Himmel, ballern sie los, können es nicht erwarten, Berlin in Qualm und Rauch, damals noch Schutt und Asche, Berlin, du schmutzig Schöne, wir schießen dich wund und frei, die bösen Feinde können kommen, noch sammeln sie sich, noch haben sie nicht angegriffen, aber unsere Jungs sind bereit.


Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Geister jagen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert