Trotzdem schön

Als Kind und auch später noch glaubte ich (dachte ich), daß der Schnee zu etwas gut sei. Wenn er fiel, lief ich hinaus und begrüßte die einzelnen, die vielzähligen Flocken, begeistert. Ein Kunstwerk entstand inmitten der mir bekannten Welt, weißes Zauberland, anfaßbar kalt und kristallen schön. Ich war glücklich, ich war verzaubert. Ich muß geglaubt haben, daß da etwas Hohes walte. Denn wie entgeistert war ich, als all der Schnee am nächsten Morgen fort war, beseitigt von den Temperaturen über Null. Jenes Hin und Her ergab für mich keinen erkennbaren Sinn. Entweder wir bauen guten und haltbaren Schnee, oder wir lassen es. Eins von beiden. So denke ich bis heute, nur daß ich gelernt habe, daß derart konstruktiv die Wetter sich nicht binden lassen, vielmehr hin und her sind, je nachdem. Nicht willkürlich, das weiß ich nun, sondern abhängig von Faktoren, die diesseits dessen sind, was mit Schicksal, Absicht oder Bauplan zu fassen wäre. Schnee fällt ohne Plan, aber er ist


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