6. September 1928 – 24. April 2017
Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten [1974] ist eine anstrengende Lektüre. Das Buch wurde ein in viele Sprachen übersetzter Bestseller. Wir lasen es damals, nachdem ich es bereits gelesen hatte, Anfang der Neunziger erneut, in einem Lesekreis, den wir in unserer Wohnung eingerichtet hatten – und kamen bald davon ab. Der autobiographische Ich-Erzähler sei zu dozierend, zu besserwisserisch, zur haarklein. Die Mitlesenden vermißten Selbstironie oder Bescheidenheitsbekundungen, sie interessierten sich nach fünfzig Seiten nicht mehr für die Ideen eines solchen Autors. – Ich muß die Geschichte, um die es in jenem, wie ich finde, bedeutsamen Buch geht, hier nicht wiederkäuen. Ich erfahre nur soeben, daß Pirsig tot ist, letztes Jahr gestorben. Nach Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten erschien noch ein weiteres Buch: Lila oder ein Versuch über Moral [1991].
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