Weglinie

Wie sie die Straße entlang läuft, fast stolpernd, jedenfalls hin und her. Rechts ist und wandlang die harte Flucht der Häuser, da kann man sich stoßen und Menschen treten hervor, links ist die Straße mit schnellem Verkehr. Das weiß sie, deshalb geht sie ebenfalls schnell und beeilt sich, trotz der Gedanken, die das Gefühl aufgescheucht hat, daß Entscheidendes nicht stimmt. Daher das Schwanken, wie das eines Bootes auf nervösem Wasser. Ich habe das Laufen nicht gelernt, denkt sie, nicht einmal laufen kann ich. Den Rest kann ich, siehe die Zeugnisse. Aber laufen, laufen ist schwierig. Überall eckt man an, versehentlich, nicht mit Bedacht. Das können Menschen sein oder Mülleimer, die spitz in den Weg stehen. Ich müßte alles noch einmal ganz von Anfang lernen, und diesmal wäre ich aufmerksamer, nicht so traumsicher wie damals.


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