Ohne Institut

Das Auf und Ab der Seele, der Stimmungen, des Gemüts registriere ich fast seit Anbeginn meines bewußten Seins, nur daß ich als sehr kleines Kind nicht wußte, daß es ein Gemüt gibt. Ich hielt es für normal, traurig zu sein, ängstlich oder ausgelassen, entfesselt und wild, wagemutig und abgrundtief untröstlich. Später lernte ich zu vergleichen – doch was vergleichen? außer Worten und Gesichtsausdrücken, Stimmlagen und Betonungen, Gesten und Geschichten? Immerhin.

Zu diesem Auf und Ab der Seele habe ich mir allerlei einfallen lassen und arbeite noch daran, besser: spiele damit. (Das soll es nicht verharmlosen. Im Gegenteil: nichts ist ernster als ein gutes Spiel.) Ich glaube kaum an Zufälle. Beweisen will ich nichts – was auch und wem und wozu? Mich interessiert, wie und wem ich verbunden bin und was sich auf welchem Weg vermittelt. Ich betreibe Privatforschung, das ist alles.


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