Jemand sagte vorhin, ich sei intensiv. Das heißt: eindringlich. Einverstanden. Ich kann Firlefanz-Unterhaltungen nicht leiden. Nicht leiden dieses Reden am ausgestreckten Arm, schlaues Wiedergeben sogenannter Fakten, repräsentatives Wissen für eine Quiz-Sendung. Wozu sowas, das kann ich doch nachlesen, das läßt sich nachschlagen. Wo ist der Kern der Sache, worum geht es eigentlich? Ich suche Erkenntnis. Ansonsten schalte ich halbautomatisch ab. Intensiv? Ich brauche es existentiell und essentiell. Wer eine Geschichte zu erzählen oder eine Einsicht gewonnen hat, ist willkommen. Nur dieser Krimskrams, der einem dauernd an den Füßen hängt und in den Ohren bimmelt, macht mich nervös. Namennennen und Leutekennen ist mindestens lästig. Aber es gibt welche, die fangen an zu erzählen, da möchte ich stundenlang zuhören, weil es schön ist, bildhaft und wahr. Und manche sind schon schön, wenn sie nur sprechen, fast egal, was. Eindringen ins Herz der Dinge, sanft.
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