Im Traum turnten zwei Frauen auf hohem Gesims an einer Hausmauer entlang und mußten anschließend einen stacheldrahtbewehrten Maschendrahtzaun überwinden. Die eine schaffte es und landete nach ihrem Sprung aus sicher drei Metern Höhe unten im kniehohen Gras, die andere verletzte sich an einem Drahtdorn, der riß ihr ein Gefäß auf, aus ihrer Hand schoß ein Blutstrahl. Ich sah das aus etlicher Entfernung und konnte nicht helfen, mußte nicht helfen, um ehrlich zu sein; Blut macht mich schwindlig. Später erschien die Verletzte bei Tisch, die Großmutter sagte, sie sei „fachmännisch verarztet“ worden.
Im Traum suchte ich einen alten Zeltplatz und fand ihn. Weiches Gras unter mächtigen Fichten, ein Trampelpfad in den dunklen Wald hinein, Farnwedel im Septembersonnenlicht. Hier können wir schlafen, sagte ich. Dann sah ich die Wölfe, sie spielten nicht weit entfernt, erblickten uns und kamen näher. Ich versuchte sie zu vertreiben, indem ich mit den Armen ruderte und wild gestikulierte, dazu Geräusche ausstieß, die seltsam klangen. Die Wölfe beeindruckte das nicht, sie kamen näher. Schon hatte der erste mich erreicht, ein großes Tier mit auffallend hellem Fell. Er schnüffelte an mir herum und trabte weiter. Du darfst nicht nach Furcht riechen, dachte ich noch, dann geht es gut.
Im Traum schnauzte eine Freundin den Elch an, weil der sich nicht gebührend bedankt oder erkenntlich gezeigt hatte für das Geschenk, das sie ihm machte, es war nämlich Heiligabend und alle standen um den Weihnachtsbaum herum oder knieten um die auf dem Boden ausgebreiteten Päckchen und Pakete herum. Sie rauschte beleidigt vorbei, gefolgt von dem zierlichen Elch mit seinem schönen langen Kopf und den traurigen Augen. Er wollte sich entschuldigen. Die Großmutter sagte: So was kommt vor. Außer dem Elch waren noch weitere Tiere im Kreis der Bescherten: ein kleines Kalb, ein rundes und vergnügtes Schwein und so weiter.
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