Hochnebel. Intercity von Amsterdam. Ein Feldweg mit Fahrspuren begleitet den Schienenstrang viele Kilometer durch die Herbstfarben hinaus in das flache Land, einmal geht dort ein Mann mit schwarzem Hund an der langen Leine. Mittellandkanal. Da ist Wolfsburg, ausgedehnte Asphaltflächen vollgestellt mit werkneuen und in weiße Schutzfolie gehüllten Personenkraftwagen (alles aus der Erde gezogen). Die absurde Autostadt, Selbstabholerkultstätte. Ostwärts weiter. Kühe auf der Weide, Kraniche auf einem Ackerstück. Bleigrau und majestätisch die Elbe, ruhig unterwegs nach Norden. Aufhellungen über der Börde, ein helles Blau, ockerfarbene Schlieren, zartrosa Wolkenbänder. Später dann Einfahrt in die große Stadt. Die Holländer werden lebendig wie ein Schwarm Hornissen und kennen sich aus, ihre Begeisterung überträgt sich. Verdichteter Raum, die Schneisen der Straßen wie in Stein geschnitten, Präzisionsarbeit. Ameisenkleine Menschen unterwegs oder wartend auf die Signale der Ampeln. Die Lichter der Fahrzeuge und Schaufenster, konzentrierte Energie, die sich punktuell entlädt. Menschen in Bürozellen an Schreibtischen mit Bildschirmen vor sich und Neondeckenlicht. Blicke in die Häuser. Charlottenburg, Savignyplatz, Bahnhof Zoo, Tiergarten, Bellevue, Hauptbahnhof mit Gedränge und Gewimmel. Eine vollgestopfte S-Bahn, Alexanderplatz, hinunter in den Schacht und unterirdisch weiter. Ich bin zurück: ich wohne hier, lebe auch und bekomme einen gewischt.
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