Orte, in denen ich einst lebte – betrete ich sie nach längerer Zeit und durchstreife ihre Straßen, ist mir, als liefe ich durch ein Museum. Die Gegenstände sind dort geblieben, obwohl sie doch einmal zu mir gehörten oder ich ihnen. Ein wenig haben sie sich verändert, wie auch ich mich verändert habe. Die Straße der frühmorgentlichen Quälerei entlang, Straßenbahnschienen in Fahrbahnmitte, ich fuhr mit dem Rad. Transportarbeiter bei der Post, Frühschicht, 4 Uhr 30 aufstehen. Das Postamt existiert nicht mehr, diesen Gegenstand haben sie aus der Sammlung entfernt, an seine Stelle ein Einkaufszentrum gesetzt. Die alten Gräber stehen noch längs der Schnellstraße, doch das Hochhauscafé gibt es nicht mehr. Sie stürzten sich dort aus dem vierzehnten Stock, die Verzweifelten und Studenten. In einem anderen Café hat sich wenig verändert, ich kenne noch meinen alten Platz. Da saß ich nachts und schrieb in mein schwarzes Buch, ich kann die Stelle suchen und auch den Tag dazu, die Nacht.
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