Das ist nichts Neues

Nachdem wir nun seit Jahrzehnten und länger unausgesetzt in die Zukunft springen wie in ein Nichtschwimmerbecken, dabei hoffend, wir seien des Schwimmens mächtig und unternähmen rechtzeitig die angemessenen Bewegungen und wüßten zudem die Richtung, in der ein Beckenrand vermutet werden darf, bricht nun eine Zeit an, die sich in Nostalgie auszuruhen gedenkt. Sie müßte beginnen oder hat bereits begonnen. Eine neue Romantik. Das Alte erscheint mit einem Mal angenehm und würdig, sympathisch und anheimelnd. Die gute alte Zeit bekommt ihre nachmalige Chance. Jede Zeit wird dreimal gelebt: als Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit. Das gebietet schon die Gründlichkeit. Erst wird sie geahnt und entworfen, dann erlebt und ausgehalten, schließlich verehrt und reanimiert. Daher die Comebacks. Es beginnt bei den Formen und Farben, ergreift die Materialien, schließlich die gesamte Lebensweise.


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