Wie gewiß ich einst war – oder tun konnte, ich sei es. Nun ist mir diese Gewißheit genommen, insbesondere in bezug auf diejenigen, die ich liebe. Ich bin mir unsicher, ob es mir zusteht, mich in ihr Leben zu mischen. Sie leben ohne mich doch recht gut. Wie vital und ignorant ich einst war: beispielsweise anzunehmen, ich sei berufen, meine Geliebte glücklich zu machen – einzig und ausgerechnet ich. Dieser Vermessenheit staune ich nach wie einem schönen und scheuen Pferd, das durch die entsetzt zurückweichende Zuschauermenge sprengt, einer einstweiligen Freiheit entgegen, bevor es eingefangen und erneut verwahrt wird. Mittlerweile denke ich, daß es mich nichts angeht, wem ich was bedeute. Auch möchte ich mich nicht darauf verlassen. Die halbe Seite fehlt, ein Mensch allein ergibt kein Ganzes. Die beiden Platanen im Georgengarten.
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