Oh, wie poetisch

Deshalb fährt man irgendwohin – daß zu denken gegeben wird. Erinnerung an nahezu jeden Augenblick. Wegstücke, Blicke, Sätze. Der tote Bussard auf dem Friedhof, die sturzgefährdeten Engel auf den Grabstellen, die Kleingartenanlage mit Hütten und Häuschen und dem Bemühen um Schönheit in mancherlei Form. Exorzismus der Zeit in einem der Gärten, alte Uhren an die Rückwand genagelt, Sonne Wind und Wetter ausgeliefert, zwischen ihnen eine Strohpuppe, aufgeladen mit sonstwelcher Macht, huhh. Die Uhrenmodelle von 1975 bis heute, allesamt Küchenuhren. Warum hängen Uhren in Küchen? Frühstück, Zeitdruck, Schulbus, Kindheit. Hier in Deutschland, wo man an die Zeit glaubt. Doch was zählt, ist der Augenblick, nicht die Minute.


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