Als ich ankam, funkelte sie im Sonnenlicht. Es war wenig nach Mittag, die Sonne stand tief. Ein Novembertag, angenehm, leicht. Hier also habe ich ein bißchen gelebt, dachte ich und suchte einen Copyshop, um einen Ausdruck zu machen für ein paar kleinere Texte, die ich dann doch nicht las. Für eine gewisse Zeit fühlte sich das an wie eine Heimkehr. Was fühlte sich an wie Heimkehr? Dort zu gehen, wo ich einmal ging, fühlte sich an. Nach Heimkehr? Ja, nach Vertrautheit. Die Straßen, die Plätze, die Gebäude. Ich bestellte beim Wurstbasar eine Bratwurst im Brötchen und drückte mir, nachdem aus der umgedrehten Plastikflasche hörbar die Luft entwichen war, fadendünn Senf auf die Wurst. Ich saß im Gegenlicht auf einem Barhocker im Imbiß und aß, unter mir schritten gierige Tauben auf und ab und pickten nach jedem Krümel, der von oben kam. Ich reagiere nahezu phobisch auf Tauben, so trainierte ich mein Sitzenbleiben. Ein kleines Kind machte Jagd auf sie, es gefiel ihm, wie sie flohen und flatterten, wie er etwas bewirkte, also mächtig war, dieser kleine Junge in seiner blauen Steppjacke mit der Wollmütze auf dem Kopf, obwohl es vierzehn Grad warm war. Sie funkelte im tiefstehenden Sonnenlicht, diese Stadt, in der es eng wird nach recht kurzer Zeit. Mir fehlt die Atemtechnik, ich weiß, und bewundere meine Freunde.
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