Verschleiertes Licht

Nebel in den Straßen, zwischen den Wänden der Häuser, die so hoch gehen, daß man nicht weiß, wohin sie sollen. Die Laternen umschleiert, die Ampeln des Straßenverkehrs, die Lichter aus den Häusern, den Fenstern. Ein Mädchen, eine sehr junge Frau, hält an und steht mit ihrem Fahrrad zwischen den Beinen und schaut gebannt auf eines dieser Fenster, hinter dem ein Leben stattfindet. Sie kann ihren Blick nicht fortnehmen, sie staunt hinauf in den ersten Stock, wo Menschen tanzen und feiern, die Balkontür geöffnet haben und erhaben draußen stehen und trinken und reden und prächtig sind, gerechtfertigt und schön. Vielleicht kennt sie einen, der dort oben steht oder stehen könnte; vielleicht ist ihr das neu; vielleicht ist sie einer Sehnsucht begegnet, von der sie nichts wußte.


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