Mitternacht, auf der Hauptstraße Schießerei, als habe das neue Jahr begonnen. Ich wünsche mir im Sommer die Insekten zurück und im Winter, daß niemand erfriert. Das Leben auf der Straße ist rauh und wölfisch. Es reicht vermutlich nicht aus – aber eine Ahnung bekommt, wer mal draußen war für ein paar Tage, bei ’schlechtem Wetter‘, bei Regen, Sturm und Kälte. Da sind die guten Gefühle fort und zu weit entfernt, um an sie zu reichen. Was tröstet, ist ein Unterstand, eine Tasse Kaffee, warme Mahlzeit; ein schönes Gespräch, dann ist man nicht so allein; Verständnis und Zuspruch sind kostbares Zeug. Wohl dem, der sich betten kann und nicht hinaus getrieben wird morgens um sonstwann, weil sie kommen, um die sogenannten Matratzen zu desinfizieren.
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