Rechtzeitig aufhören zu summen

Es sich schwer machen, die Begebenheiten und Fährnisse nicht leichtnehmen können. Eine Freundin machte Schluß, lange her, nicht vergessen – der Verrat darin, das Verbrechen. Später verstehen, daß dort Freiheit waltete – gehen zu können, gehen zu lassen, und daß es ein Gutes hat, solcherart befreit zu werden und lernen zu müssen, ungewollt. Immer weiter die Seele durch die Welt tragen, wie ein Flämmchen, wie im Klischee. Neuen Leuten begegnen, hoffnungsvoll, skeptisch, zuversichtlich. Es sollte ein Schicksal geben, aber ich mag es nicht kennen. Schicksal als Fügung oder Geschick, als Vorsehung, als Verhängnis. Wie frei bin ich? Erfüllt sich im Freiheitsstreben mein Schicksal? Als Geschick, als Vorsehung oder als Verhängnis? Ich weiß es nicht, es läßt sich nicht sagen, ich muß es probieren. Leben ist schwer, ich weiß das. Aber ich fühlte mich bereits leicht, das war gut. Wenn ich jetzt weiterschreibe, wird es eine Häkelarbeit, Masche an Masche, fast schon Zwang. Dauernd wird gesponnen, Fäden, Seile, Stricke, Fesseln und aus Furcht. Niemanden anbinden, nicht sich selbst, nicht an die Erinnerung, nicht an eine Idee. Morgen ist schon wieder ein Tag, jetzt ist Nacht. Eintopf kochen, dann essen und zunehmen wie der Mond.

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